Im Kompetenz-Team Firmung sind momentan haupt- und ehrenamtliche Menschen aus den Firmteams von fünf Kirchengemeinden unterwegs, um über die Organisation der Firmvorbereitung in St. Martin zu diskutieren und eine Konzeption zu entwickeln. In diese Überlegungen gehört auch, dass wir möglicherweise mehrere, sich ergänzende oder überschneidende Konzepte entwickeln und uns über die Häufigkeit der Firmungen verständigen werden. Momentan gibt es in unserer neuen Pfarrei Frequenzen von Firmung alle 6 Monaten bis zu zwei Jahren.
Inwieweit vor Ort angesiedelte Konzepte Hand in Hand mit übergreifenden Angeboten gehen, auch das wird diskutiert.
Um zu guten Vorschlägen zu kommen, nehmen wir uns Zeit, uns an den Bedürfnissen unserer Zielgruppe, den Firmanden, zu orientieren. Dazu beziehen wir bisher die unterschiedlichen Erfahrungen der Firmteams, die Rückmeldungen der Jugendlichen aus den Befragungen in den einzelnen Gemeinden und Jugendstudien ein.
Bei unserem letzten Treffen haben wir auch die Spannungsfelder angeschaut, in denen sich Firmvorbereitung bewegt und die Einfluss auf unsere Haltungen und Ziele und so letztlich auch auf unsere konzeptionellen Überlegungen haben.
Überlieferung und Lebenswelt:
Überlieferung
Da haben wir unsere Botschaft vom Reich Gottes, von der Liebe Gottes, von Jesu Versprechen auf gelingendes, ewiges Leben, Jesu Handeln und Wirken, die biblische Überlieferung, die Traditionen und Riten unserer Glaubensgemeinschaft, die wir den Firmanden gerne vermitteln wollen.
Lebenswelt
Und wir haben die Menschen, die das Sakrament empfangen wollen: die Jugendlichen in ihrem Hier und Heute, in ihrer Lebenswelt, mit ihren Lebensbedingungen, den Herausforderungen ihrer persönlichen Lebensphase, mit ihren Bedürfnissen, Fragen, Zweifeln, zeitlichen Belastungen.
Innen (Sammlung) und Außen (Sendung):
Nach Jesu Vorbild bewegt sich unser Engagement für die Firmanden zwischen zwei Orientierungen:
Sammlung, Blick nach Innen
Jesus sagt: „Geht und macht alle Menschen zu meinen Jüngern“, „Komm, und folge mir nach, lass alles stehen und liegen, verkaufe alles, was du hast“. in der Apostelgeschichte und in den Briefen erfahren wir davon, wie Gemeinden entstanden sind, Menschen sich versammelt haben, sich einbinden ließen. So ist die Kirche gewachsen und sie braucht Menschen, die sich einbinden lassen, sich engagieren, christliche Gemeinschaft erfahren und selbst mitgestalten. Darum wollen wir einladend sein, Einbindung anbieten, gute, attraktive Anknüpfungsorte für Firmanden gestalten.
Sendung, Blick nach Außen:
Und dann gibt es die vielen Begegnungen Jesu, in denen er Menschen geheilt hat, aufgerichtet, bestärkt, und sie danach wieder hat ziehen lassen. Wir lesen von so vielen intensiven, lebensverändernden Begegnungen, zwischen einzelnen Menschen und Jesus, sakramentale Begegnungen, denn hier begegnete ihnen Gott unüberbietbar nahe, lebensverändernd, heilend. Die von Jesus überfließende Kraft schreiben wir der Firmung auch zu.
Diese Haltung in der Firmvorbereitung hat eher diakonischen Charakter. Hier geht es darum, den Menschen zu helfen, dass ihr Leben gelingt und sie danach wieder ziehen zu lassen. Die Erfahrungen der Firmvorbereitung und der Firmung selbst können dann „mitten in der Welt“ weitergehen, weitergegeben und gelebt werden. Im eigenen Alltag, in den Familien, Freundeskreisen, in Schule und Verein.
Nach diesen grundsätzlichen Überlegungen haben wir gesammelt, welche Haltungen und Ziele für uns selbst relevant sind, was wir mit der Firmvorbereitung bewirken möchten. (Auszüge davon siehe oben)
Dies alles wird Grundlage sein, um in den nächsten Monaten ein Firmkonzept für St. Martin zu erarbeiten.
Dies alles wird Grundlage sein, um in den nächsten Monaten ein Firmkonzept für St. Martin zu erarbeiten.



